Die wiedererstarkten Glaswerker Punkten auch an der Orla und zogen an den Blau-Weißen vorbei in der Tabelle. Nach der indiskutablen Leistung beim Tabellenletzten in Ilmenau wollten die Grüttnerschützlinge Wiedergutmachung betreiben. Die Vorraussetzungen dafür standen unter keinem guten Stern. Trainer René Grüttner musste auf seine verletzten Mittelfeldakteure Pascal Kern und Sandro Badermann verzichten, Jakub Szalek saß seine Gelbsperre ab und Daniel Meyer konnte verletzungsbedingt nur begrenzt trainieren.

Die Kahlaer Mannschaft bleibt für den VfR Bad Lobenstein weiterhin der unangenehme Gegner, gegen den es immer mehr benötigt, als nur die Freude am Fußballspiel. Insofern war dieser vergangene Samstag die Fortführung der vorangegangenen Kampfspiele unter dem Dohlenstein mit einem knappen Sieg für die Koseltaler.

Zum 11. Spieltag der 11teamsports Landesklasse kommt es erneut zu einem Duell auf Augenhöhe. Zu Gast wird am Samstag um 14.00 Uhr der Tabellenzwölfte SV Schott Jena, Zweite Mannschaft. Der Aufsteiger ist aber kein Unbekannter, haben doch die Glaswerker (9 Punkte 21:22 Tore) nach ihrem Abstieg 2017 den sofortigen Wiederaufstieg hingelegt. Das dies ein Duell auf Augenhöhe ist, kann mit Sicherheit nicht im Gedankenraum der Orlastädter liegen.

Nix von wegen in Ilmenau ist der Himmel blau. Genauso wie das trübe Wetter war nach Spielschluss die Stimmung der Blau-Weißen. Hätte man doch soeben am 10. Spieltag den bis dahin punktlosen Ilmenauern den ersten Saisonsieg bereitet. Dabei begann alles, wie es sein sollte. Die Orlastädter übernahmen die Spielführung und drängten die Germania tief in die eigene Hälfte. Neustädter Torgelegenheiten kamen im Minutentakt und Ilmenau in der ersten Hälfte nur ganze zweimal in Neustädter Strafraumnähe.

Wohl dem, der die geballte Erfahrung von zusammen fast 500 Punktspielen mit nun 325 Treffern in seinem Sturm aufstellen kann. VfR - Trainer Heiko Becker sah am Samstag, dass sein Duo Infernale mit Sebastian Mai und David Linke wieder zu alter Klasse findet.  Diese beiden und eine wiederum starke Vertretung zwischen den Pfosten mit Steven Kessel machte den Unterschied beim Sieg gegen die "Möhre" aus Stadtroda aus.

Am 9. Spieltag der 11Teamsports Landesklasse 1empfing der Tabellenachte SV "Blau-Weiß´90 Neustadt (Orla) e.V. als Gastgeber den Tabellennachbarn (7.) die SG FC Motor Zeulenroda. Für beide Teams ging es darum, mit einem möglichen Sieg Anschluss an das obere Drittel herzustellen. Die Orlastädter besaßen die erste Möglichkeit durch Szalek, dessen Schuss Kutzner im Nachfassen vereiteln konnte (6.). In der Folgezeit wurde die Begegnung von beiden Seiten sehr zerfahren geführt.

Einen Arbeitssieg bei den "Löwen" in Blankenhain holten die Koseltaler am Samstag und rückten mit dem nun zweiten Auswärtssieg auf Tabellenrang 3 vor. Dabei wuchs die Vertretung im Kasten des VfR zum eigentlichen Matchwinner auf.  Steven Kessel rückte für den rot-gesperrten Stammkeeper Richie Steinbach ins Tor und demonstrierte, dass er von seiner Reaktionsschnelligkeit nichts verlernt hat.

Am 9. Spieltag der 11teamsports Landesklasse kommt es am Samstag um 14.00 Uhr zum Ostthüringenderby. Mit dem FC Motor Zeulenroda kommt es am 9. Spieltag auf der „Roten Erde“ zum Ewigen Duell der Tabellennachbarn. Der Achte (11 Punkte, 18:18 Tore) ist Gastgeber für den Siebten (12 Punkte, 11:9 Tore). Die Blau-Weißen sind für die Karpfenpfeifer bisher kein gutes Pflaster gewesen.

Nach der mageren Vorstellung des Samstags gegen den Vorletzten Schott Jena II entfernen sich die Koseltaler immer weiter von den selbst gesetzten Hoffnungen, die sie nach dem tollen Fußball, den sie im Sommer spielten, doch haben durften. So ist die gute Frühform mittlerweile der alltäglichen Maloche gewichen. Gewarnt war der VfR, denn das 3 : 3 der Schottianer gegen Saalfeld war kein Zufallsprodukt.

Die letzten Begegnungen knabberten am Selbstvertrauen der Orlastädter. Eine Vielzahl persönlicher Fehler führten zu Gegentreffern und 14 Gegentore in 3 Begegnungen waren einfach zu viel. Dieses gab es vor allem abzustellen. Hinzukommend wollte man gegen eine spielstarke, mannschaftlich geschlossene Mannschaft vor allem kämpferisch dagegen halten.

   
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